DKV-Report 2018: Wie gesund lebt Deutschland?

Wie gesund lebt Deutschland? Der DKV-Report 2018 zeigt Trends bei Bewegungsmangel, wo die gesündesten Deutschen leben, die Verteilung von Alkohol- und Nikotingenuss und beschäftigt sich zum ersten Mal mit den Themen Regeneration, Lärm und Einsamkeit.

DKV-Report 2018 mit neuen Aspekten von Lärm bis Regeneration

Eine Zigarette gegen den Stress, schön im Biergarten chillen, oder doch zum Sport? Wie gesund lebt Deutschland? Bereits zum fünften Mal hat dies die DKV Deutsche Krankenversicherung untersuchen lassen.

Es geht dabei um körperliche Aktivität, Sitzen, Ernährung, Rauchen, Alkoholkonsum und Stressverhalten. Der DKV-Report 2018 stellt zudem erstmals die Frage nach dem Umgang mit Lärm, Einsamkeit und Regeneration.

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Deutsche leiden immer mehr an Bewegungsmangel

Wann haben Sie sich zuletzt richtig bewegt – und wenn es nur ein langer Spaziergang war? Der DKV-Report 2018 zeigt, dass Bewegungsmangel in der Bevölkerung zunimmt.

Waren es laut DKV-Report 2010 noch 60 Prozent, kann sich mit aktuell 43 Prozent nicht einmal die Hälfte aller Deutschen für ausreichend Bewegung begeistern. Einer der Gründe, warum Zivilisationskrankheiten wie Rückenschmerzen, Übergewicht, Bluthochdruck, Krebs und Diabetes Typ II auf dem Vormarsch sind.

Auch der Stressabbau leidet: „Ausreichende Bewegung in der Freizeit würde helfen“, weiß Ingo Froböse, Professor an der Deutschen Sporthochschule in Köln und wissenschaftlicher Leiter des DKV-Reports. Alarmierend: Zehn Prozent haben keine körperliche Aktivität, der sie länger als zehn Minuten am Stück nachgehen – weder bei der Arbeit noch in der Freizeit.

Hessen leben feucht-fröhlich, über Mecklenburg-Vorpommern weht blauer Dunst

Der DKV-Report 2018 zeichnet ein klares Bild: Der Personenanteil, der bewusst auf Bewegung, Ernährung, Nikotin- und Alkoholkonsum sowie gesunden Umgang mit Stress achtet, sinkt im Vergleich zum DKV-Report 2016 erneut. 2010 waren es noch 14 Prozent, dieses Jahr nur neun Prozent.

Rauchen ist dabei rückläufig: Bundesweit sind fast vier Fünftel Nichtraucher. Die meisten davon leben in Hessen, Baden-Württemberg und Hamburg, wo 82 Prozent der Menschen dem Glimmstängel entsagen. Am meisten gequalmt wird an der Ostseeküste: In Mecklenburg-Vorpommern greifen 28 Prozent zur Zigarette.

Beim Alkoholkonsum sind dagegen die Hessen Spitze: Sie heben am häufigsten das Glas (nur 76 Prozent konsumieren Alkohol in gesunden Maßen). Am wenigsten Alkohol gibt es in Rheinland-Pfalz und im Saarland: Dort gehen 86 Prozent sehr bewusst mit Alkohol um.

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Ein Wort zur DKV

Die DKV ist seit 90 Jahren mit bedarfsgerechten und innovativen Produkten ein Vorreiter der Branche. Der Spezialist für Gesundheit bietet privat und gesetzlich Versicherten umfassenden Kranken- und Pflegeversicherungsschutz sowie Gesundheitsservices und organisiert eine hochwertige medizinische Versorgung. 2017 erzielte die Gesellschaft Beitragseinnahmen in Höhe von 4,85 Mrd. Euro. Die DKV ist der Spezialist für Krankenversicherung der ERGO und gehört damit zu Munich Re, einem der weltweit führenden Rückversicherer und Risikoträger.

Wie gesund lebt Deutschland? Spitzenreiter und Schlusslichter, Berliner sitzen am längsten

Wenn Sie in Hamburg oder Sachsen wohnen, können Sie sich vermutlich über eine gute Gesundheit freuen: Die Hamburger und Sachsen sind in diesem Jahr Spitzenreiter in puncto gesunder Lebensstil. Zwölf Prozent der Befragten erreichen hier alle Benchmarks. Das Schlusslicht bildet Hessen mit einem Anteil von knapp sieben Prozent.

Dabei leben die meisten aktiven Menschen in Sachsen-Anhalt: Insgesamt 53 Prozent setzen die Empfehlungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) für Bewegung um. Am wenigsten bewegen sich die Hessen mit nur 37 Prozent – eine Differenz von 16 Prozentpunkten zum Spitzenreiter.

7,5 Stunden täglich sitzen die Deutschen übrigens im Durchschnitt – eine halbe Stunde länger als 2016. Im Bundesländervergleich verbringen die Berliner die meiste Zeit auf ihren „vier Buchstaben“: Sie sitzen ganze 518 Minuten, also 8,6 Stunden.

Stress und Regeneration – am besten sind die Baden-Württemberger

„Ein gesunder Umgang mit Stress ist wichtig“, unterstreicht Ingo Froböse. „Knapp die Hälfte aller Befragten (43 Prozent) kann Stress nicht ausreichend kompensieren.“ Am besten können das offenbar die Baden-Württemberger. 62 Prozent haben ihren Stresshaushalt gut im Griff.

Den höchsten Stresslevel haben die Sachsen-Anhalter, Hessen und Brandenburger: Nur jeder zweite Einwohner gibt dort an, Stress gut kompensieren zu können.

Insgesamt nimmt das Regenerationsgefühl der Deutschen zum Ende der Woche ab. Falls Sie am Freitag erledigt sind, sind Sie also in guter Gesellschaft. Laut DKV-Report 2018 klafft zwischen Wochenbeginn und -ende eine Regenerationslücke von 15 Prozentpunkten, die Leistungskraft und Konzentration dämpft. Um sich zu regenerieren, setzen die Befragten neben Schlaf vor allem auf Ausgleichssport und Freizeitaktivitäten.

DKV-Report

Der Report dokumentiert eindrucksvoll, wie wichtig es ist, gesunde und besonders aktivierende Lebensräume zu schaffen und Gesundheit dort stattfinden zu lassen, wo wir Menschen leben oder arbeiten.

Krankmacher Lärm: Frauen und Erwachsene ab Mitte 40 sowie Großstädter laut DKV-Report 2018 besonders betroffen

Lärmempfindlichkeit und subjektiver Gesundheitszustand hängen eng zusammen. Von den Befragten, die ihren Gesundheitszustand als „überhaupt nicht gut“ einschätzen, zeigten 38 Prozent die höchste Lärmempfindlichkeit. Wer „sehr gut“ angab, ist tendenziell weniger empfindlich. Am sensibelsten reagieren Erwachsene ab 46 Jahren.

„Gesundheitliche Folgen von Lärm reichen von Schlafstörungen und Stresssymptomen über Hörschäden bis zum Herzinfarkt“, sagt Professor Froböse.

Lärm stört im Job übrigens stärker als privat. 49 Prozent fühlen sich im Arbeitsleben zumindest etwas belästigt, privat nur 41 Prozent. „Auf der Arbeit“ stören vor allem Maschinenlärm, Kollegen- und Baustellenlärm.

Sie leben in einer Metropole? Dann sind Sie zusätzlich gefährdet, ab 500.000 Einwohnern leiden Menschen am meisten. Sieben von zehn Befragten zieht es am Wochenende daher „ins Grüne“.

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